Unsere Meinung ist: Content Notes sind so unglaublich wichtig! Und wir sagen euch auch gern warum.

Wir haben für jedes unserer Werke, ob Roman oder Kurzgeschichte, eine Liste zusammengestellt, in der wir sensible Themen gesammelt haben. Spoiler hin oder her. Uns ist es wichtig, dass Lesende die Chance haben, sich „vorher“ zu informieren, welche Themen sie möglicherweise emotional fordern, belasten oder gar überfordern können. Und das auch nicht erst im Buch, sondern schon vor dem Kauf, durch einen Hinweis.

Dass diese Listen nicht nur bei uns immer länger werden, ist ok. Der Grund ist nicht, weil unsere Geschichten düsterer werden, wohl aber, weil jeder Mensch hier sich von anderen Themen berührt fühlt. Bei einigen sind es gewisse Orte, bei anderen bestimmte Handlungen. Gerade psychisch vorbelastete Personen bedürfen unseren gemeinsamen Schutz und sollten vorgewarnt sein, dass möglicherweise belastende Inhalte in den Büchern und Geschichten auf sie warten.

Feiert dunkle düstere und emotional fordernde Geschichten, doch gebt jeder und jedem die Chance, sich vorher informieren und selbst entscheiden zu dürfen, ob diese Geschichte für sie geeignet ist.

Unser Fazit:

Content Notes sind kein Spoiler, sondern Selbstfürsorge, für andere!
Mehr Achtsamkeit = mehr emotionale Sicherheit

Schreibt gerne in die Kommentare, wie ihr zu diesem Thema steht. Wir freuen uns über einen regen Austausch dazu.

1: Warum Content Notes wichtig sind

  • Sie geben Kontrolle über das eigene Leseerlebnis.
  • Sie vermeiden Überforderung.
  • Sie schaffen einen sicheren Raum.
  • Sie sind Zeichen der Empathie: Wer Content Notes nutzt, signalisiert: „Ich denke an dich und nehme Rücksicht.“

2: Beispiele für häufige Content Notes

  • Gewalt / Missbrauch
  • Tod / Trauer / Verlust
  • Selbstverletzung / Suizidgedanken
  • Essstörungen
  • Rassismus / Diskriminierung
  • sexualisierte Inhalte
  • psychische Erkrankungen, Panikattacken
  • Manipulation, Mobbing

Diese Hinweise sorgen dafür, dass Menschen nicht unvorbereitet mit Themen konfrontiert werden, die sie gerade nicht händeln können.

3: Übrigens: Sollten Content Notes auch als „Triggerwarnung“ bezeichnet werden?

„Die Nutzung dieses Begriffs ist […] nicht unproblematisch: Der aus der Psychologie stammende „Trigger“ wird zunehmend umgangssprachlich genutzt und verliert so seine eigentliche Bedeutung, nämlich das Auslösen von Erinnerungen an traumatische Erlebnisse. Außerdem kann eine Triggerwarnung eine ausschließende Wirkung haben, da sie sich anders als die Content Notes nicht an alle, sondern explizit an Betroffene richtet, die getriggert und so retraumatisiert werden könnten. (Quelle: https://beauftragte-missbrauch.de)

Achtung also bei der zunehmenden Nutzung des Begriffes.

Unser Fazit

  • Content Notes nehmen niemandem Inhalte weg.
  • Sie sind weder Bevormundung noch „Überempfindlichkeit“.
  • Sie sind ein Zeichen von Rücksicht, Bewusstsein und Verantwortung.

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