Morgen ist Weihnachten.
Und dieses Jahr fühlt es sich noch immer anders an.

Nicht leichter. Nicht schwerer.
Einfach leiser. Als würde sich der Schatten des vergangenen Jahres auch an diesen Tagen über die Stimmung legen.

Der Baum ist aufgestellt, der Tisch weihnachtlich gedeckt. Das ganze Haus riecht nach dem, was unsere Angestellten gekocht haben. Gray schmückt begeistert jeden Raum und versucht, schnell noch ein paar selbstgebastelte Geschenke zu verpacken. Alexander ist da, den ich so lange nicht gesehen habe. Mein Dad jedoch sieht forschend auf mich. Anklagend. Urteilend.

Was genau ist passiert, dass er mich so ansieht? Warum spricht er nicht mit mir, sondern kommt immer nur mit Vorwürfen? Können wir unter solchen Umständen überhaupt feiern? Eine zerrüttete Familie, in der nicht gesprochen wird? Oder machen wir wieder gute Miene zum bösen Spiel?

Ich weiß nicht, wie ich morgen feiern werde.
Aber ich weiß, dass ich nicht mehr allein bin.
Und dass das gerade reicht.

Danke, dass ihr hier seid.

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