Warum eine Influencerin als Protagonistin für mich so reizvoll ist:

Influencer/innen oder auch Content-Creator/innen teilen ihr Leben mit ihrer Community, ihren Alltag, ihre Gedanken, manchmal selbst ihren Körper und ihre Beziehungen. Jedes Like, jeder Kommentar, jede Story über sie bringt oftmals bares Geld. Sie öffnen sich bewusst, ohne genau zu wissen, was genau andere aus ihren Worten und Bildern machen. Ihr Leben ist deshalb zum Teil eine Illusion, sowohl für ihre Follower/innen als auch für sie selbst. Denn Aufmerksamkeit und der bloße Fakt, sich selbst und sein Leben zu vermarken, machen etwas mit einem. Vor allem verschwimmen die Grenzen zwischen dem, was privat und was öffentlich ist, vom eigenen Ich und der Rolle, die man einnimmt.

Das alles birgt viel Potenzial, doch ebenso viel Risiko. Genau darin liegt das erzählerische Potenzial. Was passiert, wenn diese Sichtbarkeit zur Angriffsfläche wird? Wenn Menschen, denen man im Netz begegnet, einen nicht mehr nur als Figur wahrnehmen, sondern man ungewollt Teil der Fantasie anderer wird?

Eine Influencerin als Hauptfigur bewegt sich permanent im Spannungsfeld aus Macht und Ohnmacht. Sie wird bewundert und beurteilt und manchmal überschätzt man dabei, wie viel Schutz Reichweite wirklich bietet.

Was denkt ihr darüber? Interessiert euch eine Influencerin als Protagonistin? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Eure Marie

[Eigenwerbung]

Design by Canva, Svenja und Mischa Kaminski (IStock)

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